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July 03 2013

Abgelehnte Alternativen von John F. Kennedys Redenschreiber

via auslisten.de
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January 22 2013

Vor einigen Tagen wurde die Hauptstrecke der Untergrundbahn Neukölln-Gesundbrunnen eingeweiht. Das großzügige Bauprogramm sah darüber hinaus weitere Streckenbauten vor, aber nicht alle Verkehrsblütenträume reifen, die Zeiten sind schlecht... Sie führt mitten durchs Stadtzentrum aus Proletariervierteln in Proletarierviertel... Der Bahnhof Rosenthaler Straße sucht sogar durch seine rosig angehauchten Wandplatten die Illusion zu erwecken, als ob diese Gegend ein Rosental sei. Das Publikum, das die [U8] benutzt, sieht freilich nicht eben illusionsfähig aus. Die Zeiten sind schlecht, und auch die netten Wagen, die sauberen Bahnhöfe helfen nicht darüber hinweg.
— Siegfried Kracauer: Proletarische Schnellbahn (1930) — mit größtem Dank und freundlichen Grüßen an Marco
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July 11 2012

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Sven van Thom - Prenzlberger sind auch Menschen
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May 23 2012

March 07 2012

November 24 2011

November 07 2011

November 05 2011

Eine Häuserschlucht am Mehringplatz, nachts um halb drei. Unten auf der Straße, zwischen Supermarkt und Wettbüro, an einer zerstörten Telefonzelle, liefern sich zwei Männer ein Wortgefecht. Es geht um verletzte Ehre, alte und neue Lügen, eine Frau und, wenn man das richtig verstanden hat, um eine nicht rechtzeitig zurückgegebene CD. Bald will der eine Mann den anderen umbringen, der andere den einen ebenso. Auge um Auge, Zahn um Zahn, ganz ohne Zusatzversicherung. „Ich stech dich ab!“ – „Ich mach dich kalt!“ – „Ruhe da unten!“, ruft ein Anwohner vom Balkon herunter. Es könne doch nicht wahr sein, er müsse in zwei Stunden zur Schicht und sowieso: Ob sie einander nicht bitte zu Hause umbringen könnten.

Es hilft alles nichts, die Polizei muss kommen. Um endlich Ruhe zu stiften, rast sie mit ohrenbetäubendem Tatü-Tata die Friedrichstraße hinauf. Die Rivalen stieben auseinander und davon, der eine durch den Theodor-Wolff-Park, der andere in Richtung Hallesches Tor. Die Polizisten stehen eine Weile am Tatort herum und besprechen die Lage, dann suchen sie die Umgebung mit Taschenlampen ab. Als sie wieder davonfahren, die Friedrichstraße hinunter, ohne Martinshorn, aber mit Blaulicht, hört man aus der Höhe die kehligen Rufe von Graugänsen, die über Kreuzberg ziehen. Zunächst auch in Richtung Hallesches Tor, dann weiter. Nach Süden. Fort von hier.

Dirk Gieselmann


 
Tagesspiegel: Fünf Minuten Stadt – Kehlige Rufe
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October 30 2011

Man wird überwältigt vom Klischee: Der ganze Prenzlauer Berg ist mehr oder weniger Mitte dreißig und hat mehr oder weniger Kinder. Es ist sicher nicht so, jede Statistik hält ja dagegen, dass plötzlich Abermillionen Kinder von Eltern mit Abitur geboren werden in der Bundesrepublik. Es ist nur eben so, dass sie offenbar alle nur hier wohnen wollen. Oder im Nordend, im Glockenbachviertel, in Eimsbüttel, in der Neustadt - oder wie das Viertel in Ihrer Stadt heißt, wo Eltern fünfzehnhundert Euro für einen Kinderwagen ausgeben und die Jungen Leopold, aber nicht Marvin heißen.
FAZ: Am Prenzlauer Berg - Gibt’s ein richtiges Leben im Richtigen?
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September 29 2011

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I Charleston Berlin
 
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June 05 2011

May 01 2011

February 08 2011

February 05 2011

January 21 2011

Im Tagesspiegel positioniert man sich dafür eindeutig gegen Hamburg, der Kollege Moritz Döbler schreibt: „Berlin ist die beste Stadt der Welt. Wer das nicht findet, soll den Gegenbeweis führen. Wo ist es denn wirklich besser, in der Summe aller Aspekte? Welche Stadt hat so viel zu bieten und kostet so wenig? London oder New York sind viel zu teuer, München und Hamburg auch und obendrein Provinz. Klar, nur wenige Menschen sind so mobil, finanziell unabhängig oder gefragt, dass sie jederzeit überallhin umziehen können, wenn sie nur wollen. Aber selbst wenn es so wäre, wollte man zum Beispiel wirklich in Sao Paulo leben, das in dem Zeitgeistranking eines Internetportals vor Berlin auf Platz eins liegt?“

In seiner klugen Analyse geht es natürlich vor allem auch um die Wirtschaftlichkeit Berlins und darum, dass dieses Modedingens zwar gut und schön ist, aber so wenig reicht, wie „Kreative“ und irgendwelche Beliebtheitsrankings. Berlin hat Schulden, ein durchschnittliches Wachstum – die Stadt „verdient“ in diesem Sinne nicht mehr als andere Städte, eigentlich dürfte sie so gesehen nicht sonderlich attraktiv sein

Heute ist übrigens – und das ist kein Witz – der „Internationale Tag der Jogginghose“. Dieser Tag wird ja in Berlin traditionell das ganze Jahr gefeiert. Den Höhepunkt der Festivitäten nennt man gemeinhin „Fashion Week“.

So, Hamburg, und jetzt kommst Du.

Tagesspiegel: Über Prenzlauer Berg hinaus

January 07 2011

...

38. Die vielen schönen Frauen, die im Sotiris essen gehen, wollen doch nur mit Fatih Akin ins Bett.

39. Fatih Akin wird überschätzt.

40. Für Fatih Akin würde ich auch eine Deckenlampe spielen.

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50. Würden sie die richtige Kunst machen, könnten die Künstler auch Hamburger Mieten zahlen.

51. Dittsche gehört in jedes Schulbuch.

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59. Die halbe Hamburger Schule wohnt doch eh schon in Berlin.

60. Die Hamburger, die nach Berlin gezogen sind, kommen sowiesoalle irgendwann zurück.

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68. Super, dass Helmut Schmidt überall rauchen darf.

69. Den Raucherbereich im Uebel & Gefährlich kann man nur mit Gasmaske betreten.

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74. Hamburger Schule? Alles Schnösel - von den Goldenen Zitronen mal abgesehen.

75. Ohne Tocotronic wäre der deutsche Pop nur halb so viel wert.

76. Dirk von Lowtzow ist der Bob Dylan von der Elbe.

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88. Hamburger Hip-Hop ist tot.

89. Hamburger Hip-Hop wird niemals sterben.

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96. Ohne Hamburg keine Beatles.

97. Ohne Beatles kein Hamburg.

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100. Hamburg ist halt nicht Berlin.

 

Hamburger Abendblatt: Ehrlich gesagt ... ungefährliche Äußerungen über die Szene
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Alex Robertson: Berlin
Tags: berlin 0111
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January 05 2011

Offener Brief an die Berliner Nachbarn

Liebe Nachbarn!


Vielen von euch ist es inzwischen zu laut in Berlin. Eigentlich seid ihr einst nach Berlin gekommen, um der Trostlosigkeit der deutschen Provinz zu entfliehen, die bekanntlich flächendeckend in diesem Land herrscht, außer eben in Berlin. Erinnert ihr euch? Das war in der Zeit, in der ihr selbst noch ausgegangen seid.

Inzwischen habt ihr euch ein Wochenendhäuschen in Brandenburg gekauft, gehört zu den wenigen in dieser Stadt, die einer geregelten Arbeit nachgehen, und lebt eigentlich nur noch deswegen in Kreuzberg, im Prenzlauer Berg oder Mitte, weil dort der nächste Bioladen ums Eck und die Kita so gut ist.

Natürlich schätzt ihr immer noch die lockere Atmosphäre Berlins, sonntags geht ihr selber gerne Brunchen und ihr findet es super, dass in eurer liebsten Szenekneipe immer so schräge Vögel herumsitzen. Aber ihr wollt dieses Berlin, das ihr ja immer noch so »aufregend« und »cool« findet, lieber nicht mehr bis kurz vor eure Altbauwohnungen mit den frisch abgezogenen Dielen kommen lassen.

Irgendwann ist auch mal Schluss mit lustig! Im »Knaack« ging es euch zu laut her, für das SO36 habt ihr eine Lärmschutzwand durchgesetzt und als nächstes wollt ihr das sinnlose Rumgehocke an der Admiralsbrücke unterbinden. Außerdem geht es euch seit Neuestem auch noch viel zu wild im »Roten Salon« zu.

All den Lärm in Berlin wollt ihr verbieten, immer lauter werdet ihr mit euren Forderungen nach mehr Stille. Ihr wollt immer deutlicher vernehmbar Zustände wie in den Einöden, aus denen ihr herkommt. Deswegen fragen wir euch: Wollt ihr nicht einfach lieber wieder dorthin zurück?

Euer [030] Team

[030] Magazin: Offener Brief an die Berliner Nachbarn
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sass gerade in der schöhauser auf ner bank, kam ne mitte-30-tussi vorbei und scheisst mich an:

'schämen sie sich gar nicht, was für einen eindruck sie hier hinterlassen, mit einer flasche bier und einer zigarette in der hand?!'

ich konnts mir dann nich verkneifen, ihr hinterherzurufen 'geh halt zurück ins schwabenland wenns dich stört, du arschgeige'.
li5a
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